MoneyBee: Fleißig Daten sammelnAOL Computing News, 19.September 2000
Zuverlässige Aktien-Prognosen für Rechenleistung. Auf diesen Nenner lässt sich der neue Web-Dienst MoneyBee bringen. Statt einen teuren Großrechner für die aufwändige technische Aktienanalyse zu installieren, setzt das Unternehmen auf die Masse der Internet-Nutzer: Wer sich anmeldet, lädt sich einen Bildschirmschoner und bekommt ein Datenpäckchen zugeschickt. Wird der Schoner aktiv, arbeitet der Rechner das Päckchen ab.
Im Gegenzug können die User kostenlos auf die Aktienprognosen zugreifen. "Distributed Computing" nennt sich das, wie in der Insektenwelt leisten viele Kleine einen Beitrag zum Großen. Um beispielsweise die Rechenleistung des Supercomputers ASCI White von IBM zu erreichen, braucht MoneyBee nach eigenen Angaben zwei Millionen Bienen. Dabei gehen die Mannheimer davon aus, dass jeder User-PC pro Woche zehn Stunden rechnet. ASCI White kostet rund 100 Millionen Dollar.
Das Prinzip war schon von der weltweiten Alien-Suche SETI@home genutzt worden, mittlerweile sind dort gut 2,3 Millionen Teilnehmer gemeldet. Nach dem gleichen Prinzip wie bei MoneyBee werden bei SETI@home akustische Signale aus dem Universum ausgewertet -immer auf der Suche nach außerirdischen Lebensformen.
(XXL/Guido Augustin)
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